Jan-Philipp Litza

Ein Tag für die Tonne 22. September 2009

Diesen Tag möchte ich aus der Retroperspektive betrachtet echt gerne in die Tonne treten. Angefangen hat er eigentlich nicht soo schlecht, weil wir beschlossen haben mit dem Auto zur Uni zu fahren (ohne Semesterticket ist das günstiger und geht wesentlich schneller) sodass wir morgens länger Zeit hatten – immer ein Pluspunkt. In der Uni ging es heute ja wie schon erwähnt um Komplexe Zahlen, was sich tatsächlich nicht nur als für mich einfacher sondern sogar langweilig herausstellte, weil ich in dem Thema noch ziemlich firm war (war ja auch das letzte, was wir gemacht haben im Unterricht). Die Vorlesung bot nur ganz am Ende interessante Neuerungen, die aber so schnell behandelt/übersprungen wurden, dass ich wenig davon hatte. Die Übungen habe ich alle in der Zeit durchbekommen und fand sie nicht gerade spannend (wobei ein nicht ganz einfacher Beweis dabei war). Im Plenum wurde es dann richtig langweilig, weil heute im Gegensatz zu gestern die Aufgaben wirklich gerechnet wurden. Danach konnte ich mir wenigstens noch erklären lassen, warum es mehr irrationale als rationale Zahlen gibt (falls das wen interessiert und er auf Anhieb nichts findet kann ich das hier ja noch erklären, dauert aber ne Weile und darauf habe ich gerade keine Lust).

Nach der Uni ging dann der Horror los: Ich hatte am Morgen natürlich mal wieder vergessen das Licht am Auto auszumachen (wie eigentlich immer), es aber anders als sonst nicht noch bemerkt – was jetzt hieß, dass die Batterie wieder leer war. Dummerweise hatte ich das Überbrückungskabel zu Hause gelassen. Und da auf dem Uni-Parkplatz zwar relativ viele Autos standen, aber nur wenige Menschen dazu zu finden waren, und die, die wir fragten, natürlich kein Kabel dabei hatten, waren wir ziemlich gekniffen. Eine Frau war dann so nett uns mit zur Tankstelle zu nehmen, wo ich dann für SCHWEINE viel Geld ein Überbrückungskabel gekauft habe (das 7-Tages-Ticket wäre so gesehen doch günstiger gewesen als Autofahren). Jemand zum Überbrücken war dann immerhin schnell gefunden, nachdem wir mit der Straßenbahn (die wieder Geld gekostet hat) zurück zur Uni gekommen waren. Toller Start in den Nachmittag.

Zu Hause angekommen mussten wir erstmal einkaufen, was wir gestern verschoben hatten. Dann ging gerade die große Abwaschorgie der mitgebrachten Dosen/Geschirrteile/etc. los, die auch gut ne ¾ Stunde gedauert hat. Und dann mach ich den Laptop an und sehe… zwei ICQ-Nachrichten, eine private E-Mail und ~30 automatisierte E-Mails, dass der Webserver auf Dronf nicht läuft. Super. Warum hab ich nochmal die SMS-Benachrichtigung von Nagios ausgestellt? 😑 Naja, inzwischen habe ich die Fast-24h-Downtime beendet und die SMS-Benachrichtigung wieder eingeschaltet (damit das nächste Mal in 3 Monaten ein Problem auftritt). Immerhin wars nur der Webserver…