Jan-Philipp Litza

Lehrer, die ihre Schüler verstehen 5. Dezember 2006

Tja, ob man es glaubt oder nicht, aber auch die gibt es. Im Speziellen denke ich da jetzt an meinen Chemie- und Biolehrer. Der hat heute mal wieder ne verdammt lustige Doppelstunde durchgezogen.

Da es achte und neunte Stunde war, waren nicht nur die Schüler sehr unmotiviert jetzt noch gehirnfordernden Unterricht zu machen, sondern auch der oben angesprochene Lehrer war sichtlich lustlos. Was macht ein Lehrer in so einer Situation? Gut, einige würden die Schüler einfach nach Hause schicken. Ganz so krass isses dann aber nicht gekommen. Stattdessen hat er mal eben ein vollkommen anderes Thema als das, was wir eigentlich gerade machen, aufgegriffen und uns dazu nen Film gezeigt – den wir in der letzten Klasse auch schon gesehen haben. (das ist bei 80% der Filme, die er uns im Moment zeigt, der Fall) Als dann noch 20 Minuten von der Doppelstunde übrig waren (wir hatten mit der ersten Stunde 10 Minuten verspätet angefangen, mit der zweiten 5) hat er noch ein bisschen zusammengefasst, was im Film gesagt wurde. In den letzten 10 Minuten hat er uns noch n Buch in die Hand gedrückt und uns gesagt wir sollten uns in das Thema ein wenig „reinlesen“. Das sah dann so aus, dass wir uns mit ihm über den Unterschied von Schulbüchern „damals“ (das Buch war aus dem Jahre 1963) und heute unterhalten haben. Beendet hat er die Stunde dann mit dem Satz „So, wir wollns ja auch nich übertreiben“ und hat die Bücher wieder eingesammelt. Ich bin mir absolut sicher, dass er genau wusste, dass kein Arsch gelesen hat. Aber es ist halt seine Aufgabe uns zu beschäftigen. 😛