Jan-Philipp Litza

Der GDL-Streik 15. April 2011

Entgegen eventuellen Erwartungen wird das hier kein Rant, sondern eher ein Lobpost.

Ich hatte schon vor etwa einem Monat geplant, dieses Wochenende „in die Heimat“ zu fahren, und zwar mit dem Zug. Was ich da natürlich noch nicht ahnen konnte war, dass ausgerechnet diesen Wochenendanfang durch die GDL gestreikt würde. Und da leider der metronom voll mitbestreikt wird und dies ein Glied meiner üblichen Verbindung ist, brach ich folglich halb zusammen, als ich davon erfuhr.

Aber es war alles halb so schlimm: Anders als beim letzten Mal sind nicht gleich alle Metronom-Züge komplett ausgefallen, und auch wenn der, mit dem ich eigentlich fahren wollte, nicht fuhr, so doch der eine Stunde später. Naja, er fuhr zumindest ab… hielt dann aber an allen Unterwegsbahnhöfen aka jedem Maulwurfshügel. Dadurch hat er leider fast 20 Minuten länger gebracht als geplant und der Umstieg in Hamburg wurde etwas knapp. Aber alles hat geklappt und so bin ich doch ohne Mehrkosten quasi planmäßig angekommen.

Weshalb ich aber eigentlich blogge ist das, was sich am Bahnhof abspielte, bevor ich in den Zug einstieg, oder genau, bevor ich wusste, dass der Zug eine Stunde später fahren würde. Denn im Vergleich zu den ersten Streiks der GDL in dieser Tarifrunde gab es eine erhebliche Verbesserung: Informiertes Bahnhofspersonal! Die freundliche Dame am Bahnsteig konnte mir glaubwürdig zusichern, dass der Metronom eine Stunde später fahren würde (und war damit sogar besser informiert ihr Kollege vom Metronom-Team, der auch am Bahnsteig rumlief).

In diesem Sinne: Hut ab für die Deutsche Bahn (die sind doch für die Bahnhöfe verantwortlich, oder?)