Jan-Philipp Litza

WIWAG 26. Oktober 2007

So, da bin ich wieder zurück vom einwöchigen WIWAG Seminar. (WIWAG steht übrigens für WIrtschafts Wochen AG, was ich einen total bescheuerten Namen finde, aber gut.)

Dieses Seminar beinhaltete neben diversen Vorträgen über Rechnungswesen, Personalmanagement, Globalisierung und viele andere Themen vor allem ein Planspiel, bei dem 5 Unternehmen gegeneinander antreten. Alle sind Ein-Produkt-Firmen (in unserem Fall war das Produkt eine elektrische Zahnbürste) und starten im 10. Unternehmensjahr mit den selben Voraussetzungen. Wir als Vorstände dieser Unternehmen mussten dann Entscheidungen in vielen Bereichen treffen (Produktion, Mitarbeiter, Lohn, Forschungs- und Werbegelder etc.). Diese Entscheidungen haben wir dann eingereicht, der Computer hat alles zusammengerechnet und wir haben am Anfang der nächsten Runde die Ergebnisse bekommen. Die Entscheidungen wurden jahresweise gefällt, und der Vorstand wurde für 5 Jahre gewält, es gab also 5 Runden.

Meine Gruppe hat gleich am Anfang aus diversen Gründen (nein, nicht nur weil du es gesagt hast 😛) sehr viel in Forschung und Produktentwicklung gesteckt. Zu viel. 1,5 Millionen Euro um genau zu sein. Das hat uns zwar einen ordentlichen Vorteil in der Qualität in der ersten Runde eingebracht, war aber im Endeffekt zu viel. Außerdem haben wir mit viel zu hohen Verkaufszahlen gerechnet und hatten so am Anfang der 2. Runde 34000 Zahnbürsten auf Lager. Aber wir konnten uns noch aufraffen. Genau wie die anderen Unternehmen auch sind wir dann durch den Auslandsmarkt sowie Rationalisierung, Massenproduktion und damit verbundene Dumping-Preise groß rausgekommen. So wurden wir am Schluss mit knappen Abstand auf den Ersten Zweite, unter anderem mit einem Reingewinn von 1,4 Millionen Euro (am Anfang betrug er ~400000 und war schon unter 0 Gefallen 😃) und einem Umsatz von fast 22 Millionen Euro. Außerdem waren wir klarer Führer bei den Löhnen: 16% über Mindestlohn hatte sonst keiner.

Auch wenn dafür die gesamte zweite Ferienwoche draufgegangen ist hat es sich sowas von gelohnt… Dieses Bildungszentrum da ist einfach der Hammer, weil es sich wohl ohne weiteres mindestens mit einem 3-Sterne-Hotel vergleichen kann. Recht große und ordentliche Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer, grandioses Essen (und das 5 mal am Tag) sowie echt klasse Konferenzräume. Nur mit Internet siehts etwas mau aus, aber das machte eigentlich nix, denn mit den vielen super Leuten konnte man sich auch abends wunderbar beschäftigen (ich hab Doppelkopf da gelernt :A)

Insgesamt kann ichs nur jedem empfehlen (is aber nur zweimal im Jahr).