Jan-Philipp Litza

World of Warcraft 20. Januar 2007

Das Spiel der Neuzeit. Über 6 Millionen Spieler die monatlich 10 Euro ausgeben um ihr soziales Leben zu verlieren. Auch wenn ich seit vorgestern mit dem Account von nem Freund spiele und das Spiel nach wie vor klasse finde (aber nicht klasse genug, um Geld dafür auszugeben), verstehe ich nicht, wie man so1 enden kann. OK, mein Reallife ist auch nicht der Hammer, und auch sportlich bin ich nicht gerade ne Kanone, aber immerhin rede ich noch mit meinen Eltern und habe Freunde außerhalb der Spielwelt. Und echtes Geld für WoW-Gold ausgeben, das verstehe ich nun wirklich nicht. Das Spiel an sich ist schon teuer genug, und die Erweiterung kostet fast alle nochmal Geld, da es ohne kaum noch Spaß bringt. Aber dann auch noch Geld für Ingame-Produkte an irgendwelche Chinafarmer überweisen? Naja, wer’s hat. Oder wer’s hätte. Denn die Rechnung am Ende des Posts oben finde ich sehr gut. „Oder hätte ich einfach nur, für 5 Euro in der Stunde, irgendwo einen Nebenjob angetreten, so könnt ich jetzt 25000 Euro mehr auf meinem Konto verbuchen.“ Das Problem ist wohl, dass gegen dieses Problem nur die Eltern oder der Spieler selbst vorgehen können, denke ich. Die Eltern indem sie radikal den Strom abdrehen z.B. und der Spieler selbst indem er sich seiner Sucht bewusst wird. Der Staat kann schlecht WoW verbieten, da es weder zu brutal ist noch irgendwelche verbotenen Inhalt enthält.

  1. Hier war mal ein Link zu nem Thread in den Blizzard-Foren. Der Autor hat dann aber wohl doch irgendwann gemerkt, dass das daneben war und ihn gelöscht.